Der nächste Winter kommt bestimmt? Eingestellt auf den Winter!

 

Den Schneeschieber sollten Hausbesitzer allmählich bereitstellen, denn der Winter steht vor Andisleben und seinen Bürgern. Es ist keine Katastrophe, kein Klimawandel, sondern ein Naturereignis, welches uns seit tausenden Jahren immer beschäftigt. Und jedes Jahr geht ein Raunen durch die Öffentlichkeit, jedes Jahr dieselbe Leier, zuviel Schnee an Zeitpunkten, wo keiner welchen gebrauchen kann. Trotz gezahlten Steuern, der Schnee geht einfach nicht weg. Er fällt sogar auf Privatgrundstücke. Das ist zuviel mit dem Solidarprinzip.  Wegen mir kann der Schnee aufs Nachbargrundstück fallen, aber nicht zu mir.

Liebe Mitbürger,

Kommt ihnen diese Denkweise bekannt vor? Welche Pflichten haben die Grundstücksnutzer beim Wintereinbruch? Hier einige Hinweise zum Umgang mit Winter und Schnee;

  • Die Pflicht für den Winterdienst vor dem Grundstück liegt immer erst einmal beim Eigentümer des Grundstücks, das an eine Straße angrenzt.
  • Wenn nämlich auf oder vor Ihrem Grundstück Personen zu Schaden kommen, haften Sie als Grundstückseigentümer. Dafür tritt dann die Haftpflichtversicherung ein, zum Beispiel für Arzt, - Krankenhaus- und Pflegekosten bis zu Rentenleistungen. Allerdings entbindet die Versicherung den Grundstückseigentümer nicht von seiner Räumpflicht im Winter.
  • Auch wenn es schwerfällt, ihrem Unmut kann ich nicht abhelfen. Entsprechende Pflichten zum Räumen des Schnees und der Beseitigung von Schnee- und Eisglätte sieht unsere Satzung  praktisch vor. Es gibt eine  Räumpflicht für einen Zeitraum von morgens 7 Uhr bis abends 20 Uhr. An Sonntagen beginnt  die Räumpflicht um 8 Uhr.
  • Beräumt werden muss regelmäßig ein Gehstreifen von 1,50 Meter Breite vor dem Grundstück, unabhängig, ob ein Gehweg vorhanden ist. Wer seiner Pflicht als Grundstückseigentümer nicht nachkommen kann, muss für Vertretung sorgen.
  • Alljährlich stehen die Grundstückseigentümer vor der Frage, wo wir den Schnee der auf mein Grundstück fällt, lagern sollen. Die Antwort ist ganz einfach – der Schnee  ist Ihr Eigentum, und Eigentum verpflichtet und wird auf dem privaten Grundstück gelagert, und nicht im öffentlichen Bereich. Im besonderen Fällen können Sie ihren Schnee an die Böschung der Mahlgera ablagern.  Ihr ganz privater Schnee hat aber nichts auf dem Gehweg, oder in der Abflussrinne vor ihrem Grundstück zu suchen. Oder lagern Sie dort auch andere private Dinge?

 

Natürlich haben wir als Kommunen und Orte besondere Aufgaben im Winter und während des Schneefalls. Auch hier einige Hinweise und Erläuterungen wie Kommunen, insbesondere Andisleben, den Winter vorbereitet!

  • Anbringen von Schildern am Ortseingang und Ortsausgang mit folgenden Text:

„Eingeschränkter Winterdienst in der Ortslage„

  • Sofortige Einstellung von mehreren „Winterdienstfachkräften„ insbesondere für Nachtdienste, Wochenenddienste und zur Bedienung von Winterdienstleistungen für alle Bürger gleichzeitig. (Für Andisleben trifft wegen schwacher Finanzausstattung diese Regel nicht zu)
  • Bei aller Anstrengung werden auch in Andisleben nicht alle Straßen, Wege, Plätze, Wohngebietswege, Feldwege, Radwege, Gartenwege, Wanderwege, Hundeauslaufwege, Friedhofswege, Wettelwege, Ringlebener Wege und Privatwege durch die Gemeindearbeiter geräumt werden können.
  • Wir können auch bei allen guten Willen, keine vollgeparkten Straßen und Plätze beräumen. Auch können wir nicht allen Schnee aus Andisleben heraus bringen, dafür hat auch die Agrar-GmbH & Co.KG nicht genügend Transportkapazitäten und wir nicht genügend Geld.
  • Was wir Haben ist guter Wille und genügend Sträusalz / Mittel.Wir haben jede Menge Schneeschippen für Freiwillige Helfer. Wir werden im Winter versuchen (die Betonung liegt auf  Versuchen) auch bei starken Schneefall und Eisglätte zumindest die Ortsdurchfahrtstraßen, Bushaltestellen, Wege zu Versorgungseinrichtungen, Feuerwehrausfahrten, Feuerwehrhydranten  und Parkplätze zu beräumen.

 

Mit einen winterlichen Gruß

Ihr Bürgermeister

Hans Vollrath

 

Andisleben, den 15.11.2016