Brückenübergabe in Andisleben

 

Mit Bratwurst und Bier wurde am 3. November 2017 in Andisleben der Abschluss der Bauarbeiten im Ort gefeiert. Gemeinsam mit den Bauarbeitern, den Anliegern und den Bauherren. Gefeiert wurde dabei vor allem die neue Brücke über die Mahlgera, über die die Friedhofsgasse mit dem Friedhof verbunden wird. Für den Fahrzeugverkehr war die 1882 erbaute Brücke seit mehr als 30 Jahren gesperrt – auch mit Neubau bleibt die daran anschließende Friedhofsgasse eine Sackgasse, da die Brücke nur für Radfahrer und Fußgänger ausgelegt ist. Durch fehlenden Platz, um die Brücke in der für den Fahrzeugverkehr erforderlichen breite zu bauen. Weil die Abflussöffnung des in der Friedhofsgasse liegenden Sammelkanals für das Oberflächenwasser nicht überbaut werden durfte. Der Kanalauslauf liegt jetzt frei, die Brücke wurde dadurch etwas schmaler. Jetzt störte sich keiner mehr daran. Zumal die Kosten für den Brückenbau über das Fördermittelprogramm „Dorferneuerung“ abgedeckt wurden, der Gemeinde zwei Drittel der sich auf etwa 87000 € belaufenden Gesamtkosten erspart blieben.

 

Nicht nur die neue Brücke wurde gefeiert, auch die Fertigstellung, Reparatur der Friedhofsgasse und des anschließenden Abschnittes der Langen Straße bis zum Backsplatz. In diesem liegen jetzt der neue Abwasserkanal und der Kanal für das Oberflächenwasser, neue Trinkwasser- und Strom und Gasleitungen.

Die Betonmasten werden weiter zum Ortsbild von Andisleben gehören. Diese wurden erst 1985 gesetzt und es gäbe keinen Grund diese zu ersetzen.  Ersetzt wurden aber die alten stromfressenden Quecksilberstraßenlampen. Diese wurden durch moderne LED-beleuchtung ausgetauscht. Diese sind so stromsparend, dass eine flächendeckende Ausleuchtung der Langen Straße möglich ist. Verbaut wurden seit April etwa 400.000 €. Ein Großteil der Summe, etwa 232.000 € wurde in die neue Entwässerung gesteckt, finanziert durch die Verwaltungsgemeinschaft „Gera – Aue „

                                                   

Durch die schwierigen Verhältnisse des Baugrundes und auch durch organisatorische Probleme hatten sich die Bauarbeiten länger hinausgezögert als geplant. Deshalb haben sich die Baubetriebe auch mit Bratwurst und Freigetränke bei den Anliegern für ihre Geduld bedankt.

Text: Hartmut Schwarz – TA - / Hans Vollrath